Silvester in Saigon

HAPPY NEW YEAR!!


Silvester verläuft bei uns ganz unspektakulär. Wir essen zusammen, dann sitzen wir mit Vier und Knabberzeug bei Ricarda auf dem Zimmer, spielen Blacl Stories und erzählen uns irgendwelche skurrilen Geschichten. Ist echt lustig. Um 0.00 Uhr stoßen wir an und gehen vor sie Tür, weil wir das Feuerwerk auch vom 8. Stock aus nicht sehen können. Draußen sehen wir aber auch nichts und es ist nicht viel los auf der Straße. Im Fernseher der Lobby können wir das Feuerwerk sehen, das hier ganz offensichtlich nur an einer Stelle abgebrannt wird. Schön. Aber halt im Fernsehen 🤣. Ich finde es nicht weiter schlimm und die anderen offenbar auch nicht.
Da das Programm morgen früh weiter geht, gegen wir dann auch direkt in unsere Zimmer um zu schlafen.

Ich wünsche euch allen einen guten Start ins neue Jahr 🍸🥂🍾🎉

Flug nach Saigon

31. Dezember 2017
Heute morgen haben wir nochmal Gelegenheit zum Ausschlafen. Um 8.00 Uhr gehe ich zum Frühstück. Es ist jetzt schon schön warm (manche würden sagen, schwül-warm, aber ich finde es herrlich). Um 9.15 Uhr gehen Birgit, Gitta und ich nochmal Richtung Zentrum. Wir nehmen eine Seitenstraße, wo wir zum Fluss kommen und laufen da ein Stück entlang, ganz ohne Verkehr. Wir kommen so hinter dem Fischmarkt aus, der schon in vollem Gange ist. Überall tote und lebendige Fische, Tintenfisch, Garnelen, etc. Der Geruch hält sich aber erstaunlicherweise in Grenzen. Nachdem wir den Markt hinter uns gelassen haben, schlendern wir noch die Flusspromenade entlang und beschließen dann, einen Kaffee zu trinken. In einem kleinen Lokal mit Blick auf den Fluss gibt es wunderbar leckeren Kaffee Americano. Großartig! Der vietnamesische Kaffee schmeckt nämlich absolut scheußlich und ich bin inzwischen auf schwarzen Tee umgestiegen. Deshalb trinke ich auch gleich noch eine zweite Tasse. In dem Laden nebenan erstehen wir dann noch zwei Seidentücher und machen uns auf den Rückweg zum Hotel. Inzwischen hat es angefangen zu regnen, aber das hält zum Glück nicht lange an. Um 12 Uhr müssen wir auschecken und um 13 Uhr fährt uns der Bus zum Flughafen von Da Nang. Um 16 Uhr hebt der Flieger pünktlich ab und nach nicht mal einer Stunde sind wir in Ho-Chi-Ming-Stadt (Saigon). Uns erwartet eine heftige warme schwüle Luft  und im Bus bereits jede Menge Moskitos ☹.
Ich hatte ziemlichen Bammel vor Saigon, weil dies die größte Stadt ist. Aber auf den ersten Eindruck Asus dem Bus wirkt hier alles recht sauber, gepflegt und der Verkehr wirkt gesittet. Wir haben sie Hoffnung, dass man sich hier an Rote Ampeln hält und die Gehsteige benutzen kann, weil diese nicht als Parkplatz für unzählige Mopeds dienen.

Leider sieht die Realität anders aus. Zu Fuß hier unterwegs zu sein ist noch viiiieeel schlimmer als in Hanoi. Der Verkehr ist hier viel dichter und niemand nimmt hier Rücksicht auf Fußgänger!! 🤤😨
Nachdem wir im Hotel eingecheckt haben, machen wir uns mit der Hälfte der Gruppe auf den Weg um etwas zu essen. Es ist extrem schwül, aber was wirklich schweißtreibend Ist, ist der Weg bis zum Restaurant....






Hoi An

30. Dezember 2017
Heute war ein richtig guter Tag. Erstmal konnten wir schön ausschlafen, da unser Programm heute erst später beginnt. Das Frühstück ist okay, aber was vor allem genießen wir es, in dem offenen Restaurant in kurzer Hose und T-Shirt sitzen zu können. Um 9:30 Uhr ist Treffpunkt. Da bekomme ich dann von anderen Teilnehmern mitgeteilt, dass jetzt nicht der Stadtrundgang ansteht, sondern eine Fahrradtour zu irgendeinem Dorf. Ich bekomme von allen möglichen Leuten unterschiedlich Informationen, von unserem Reiseleiter gar keine. Ich packe meinen Rucksack kurzfristig um, und dann geht es mit halbwegs gescheiten Rädern los. Wir fahren aus der Stadt raus, an Feldern vorbei, vermutlich Reisfelder, dann durch irgendwelche Gemüsegärten, und fahren dann erstmal zum Strand. Dort haben wir 10 Minuten Zeit um ein paar Fotos zu machen, und fahren dann zurück zur Stadt. Dort stellen wir die Räder ab, und setzte unsere Tour zu Fuß fort. Wir schauen uns die japanische Brücke an, dann noch einen Tempel, und am Schluss besuchen wir eine kleine Manufaktur, wo man uns demonstriert, wie Seide hergestellt wird. Ist aber eigentlich eine reine Verkausveranstaltung. Danach haben wir dann frei. Gitta, Birgit und ich gehen erstmal zurück zum Hotel um unsere großen Rucksäcke loszuwerden und fahren dann mit dem Taxi zurück in die Stadt. Es ist jetzt gerade mal 15 Uhr, so dass wir jede Menge Zeit haben um ausgiebig durch die Läden zu schlendern. Hoi An ist fast verkehrsfrei und es gibt hier richtig schöne Läden. Da wir heute mal keinen Zeitdruck haben, macht das Bummeln und Einkaufen richtig viel Spaß. Ich erstehe einige schöne Sachen, und irgendwann tun uns die Füße weh und wir haben Hunger und Durst. Wir kehren in einem netten kleinen Lokal ein, mit Blick auf den Fluss. Hier essen wir leckere gebratene Nudeln mit Meeresfrüchten. Einfach köstlich. Der Gang aufs Klo ist auch besonders spannend, weil man zunächst durch die kleine Küche gehen muss, wo alles kreuz und quer und durcheinander steht,  dann vorbei an diversen Schlafkammern, durch das Kinderspielzimmer und vor dem Toiletten ist die Wäsche der Familie aufgehangen. Hier bekommt man einen direkten Einblick in das Leben der Leute hier. Frisch gestärkt laufen wir weiter, kommen auf den Markt von Hoi An. Inzwischen ist es dämmrig und die vielen Lampignons in der Stadt brennen bereits. Eine richtig schöne Stimmung. Gegen 18 Uhr haben wir aber dann genug vom schlendern und bummeln, und laufen langsam Richtung Hotel. Wir decken uns noch mit Bierchen und Knabberzeug ein und sitzen noch ein bisschen gemütlich zusammen.




Wolkenpass und Hoi An

29. Dezember 2017
Der Wolkenpass soll ja die Wetterscheide zwischen Nord und Südvietnam sein. Als wir hinauf fahren, regnet es. Oben machen wir, wie viele andere Busse auch, eine kurze Pause, aber die Sicht ist schlecht. Auf der anderen Seite ist das Wetter leider auch nicht besser. In Da Nang machen wir eine Pause und essen leckere Nudeln, danach gehen wir ins Cham-Museum. Eine kurze Busfahrt weiter haben wir noch einen Stopp bei einem Felsentempel in den Marmorbergen. Sehr schön. Um halb 6 sind wir dann an unserem Hotel in Hoi An. Das ist eine super schöne Anlage und wir freuen uns alle, hier 2 Nächte verbringen zu können. Ich gehe noch mit Gitta und Birgit einmal die Straße hoch und runter und wir essen indisches Curry in einem sehr einfachen Lokal. Ist aber sehr lecker und wir zahlen inklusive Bier 10 € für alle drei zusammen! Danach sitzen wir noch kurz hier in einer  lauschigen Ecke im Hotelgarten zusammen, erkunden die kleine Anlage und gehen dann auf die Zimmer.  Es ist schön mild, die Luftfeuchtigkeit recht hoch, aber das mag ich ja. Meine Erkältung macht mir allerdings etwas zu schaffen und ich hoffe, dass ich diese Nacht gut schlafen kann. Ich mache noch ein bisschen Wäsche und das war' es dann auch schon wieder für heute...



Hue- Kaiserliche Mausoleen

29. Dezember 2017
Gestern Abend waren wir noch zu sechst bei einem Italiener essen, weil wir alle Bock auf Pizza hatten. War ganz lecker, aber ich war dann auch froh, dass wir recht früh zurück waren. Birgit und ich quatschen noch ein wenig, das war's dann. Das Zimmer ist sehr schön, ich habe die Auswahl zwischen einem großen und einem Riesenbett. So ganz so gut schlafe ich allerdings nicht, da ich mich inzwischen leider auch an der Schnupfenseuche angesteckt habe.
Wir können heute in Ruhe frühstücken, da es erst um 9 Uhr los geht. Auf dem Weg sehen wir uns erst das Mausoleum von Kaiser Tu Duc (1847-1883) an und danach das von Kaiser Khai Dinhg (1916-1925). Letzteres ist eine total schöne, etwas düster anmutende Anlage mit Gebäude. Leider regnet es heute, aber kalt ist es zum Glück nicht. Dann geht es weiter Richtung Wolkenpass....






Hue

28. Dezember 2017
Um halb 9 kommen wir in Hue an. Noch eine schäbige, laute, smogverseuchte Stadt. Leider kann ich auch nach ein paar Stunden hier nichts anderes schreiben!
Im Hotel bekommen wir ein großartiges Frühstück. Um 11 Uhr beginnt dann unsere Fahrradtour auf unglaublich schlechten Rädern. Mitten durch den Verkehr hier! Ein Abenteuer was man eigentlich nicht haben muss. Wir besuchen eine Pagode, die Zitadelle https://de.m.wikipedia.org/wiki/Zitadelle_von_Hu%E1%BA%BF und einen Markt.
Gleich gehen wir mit ein paar Leuten essen, mal sehen was wir finden.
Mehr mag ich heute nicht schreiben...






Nachtzug nach Hue

27./28. Dezember 2017
Um 18.30 Uhr sind wir am Bahnhof in Hanoi. Wir werden diese Nacht mit dem Wiedervereinigungsexpress nach Hue fahren. Wie bei den beiden anderen Zugfahrten haben wir Viererabteils und wir bleiben bei der bewährten Verteilung. Obwohl wir durch die Reiseinformationen bereits vorgewarnt wurden, sind wir doch etwas geschockt über den Zustand. Alles ist schmockig und siffig, in einem Abteil muss erstmal eine Kakerlake gekillt werden und die Laken sehen auch nicht so vertrauenerweckend aus. Da der Reiseveranstalter daran gespart hat, unser Gepäck in einem Gepäckabteil unterzubringen, müssen wir das auch noch in den winzigen Abteilen unterbringen. Aber irgendwie geht es und nachdem der erste Schock überwunden ist und der Zug losgefahren ist, sitzen wir in einem Abteil mit ein paar Leuten zusammen, trinken Bier und Reisschnaps, reden und spielen Black Stories. Ist total lustig. Um 22 Uhr gehen wir dann schlafen. Ich wickel mich so in meinen Fleeceschlafsack, dass ich bloß nicht mit dem Laken oder der Decke in Berührung komme. Aus der Lüftung kommt so kalte Luft, dass es oben sehr kalt ist und ich meine Daunenjacke noch überziehen muss. Trotzdem schlafe ich insgesamt ganz gut, hoffe beim Aufwachen nur, dass mir kein Tier in den Mund gekrochen ist.
So um halb 7 ziehen wir uns an und hoffen, dass wir bald da sind. Leider teilt Thang uns dann aber mit, dass wir wahrscheinlich erst um 9 Uhr ankommen. 
Das Wetter sieht leider hier nicht so schön aus, es ist recht grau, aber regnen tut es wenigstens (noch) nicht.


Halong-Bucht II

27. Dezember 2017
Geschlafen haben wir gut, man merkt gar nicht dass wir auf einem Boot sind. Um 6.30 Uhr ist die Nacht aber rum, weil es um 7.00 Uhr Frühstück gibt, weil um 8.00 Uhr die Besichtigung einer Höhle vorgesehen ist. Maria, Jan und ich streiken und bleiben gemütlich auf dem Boot. Bei den Menschenmassen, die da wieder angekarrt werden, bin ich sehr froh um meine Entscheidung. Ich dusche in Ruhe und nach einer Stunde sind die anderen auch schon wieder zurück. Wir genießen noch die Ausblicke auf die wunderschönen Felsformationen und versuchen, sie uns ohne die anderen gefühlten 3000 Boote vorzustellen...
Um 9.30 Uhr müssen wir die Zimmer geräumt haben. Dann stellen wir fest, dass wir mehr oder weniger allein sind, kein anderes Touriboot weit und breit! Leider haben wir heute auch wieder nur grauen Himmel, aber wir experimentieren mit unseren Kameras etwas bzw genießen einfach nur die totale Stille und die schöne Athmosphäre.  Um 10.30 Uhr gibt es dann schon wieder etwas zu futtern und als das beendet ist, sind wir auch schon wieder am Hafen. 
Schneller Umstieg in den Bus und schon sind wir wieder auf dem Weg nach Hanoi...
Auf dem Weg fängt es an zu regnen und umso näher wir Hanoi kommen, umso stärker wird der Regen. Nicht schön. Aber wir haben ja eh kein Programm mehr, außer nachher auf den Zug zu warten. Im Bus wird um die Wette gehustet, einige sind erkältet oder waren es und ich hoffe nur, dass ich verschont bleibe. 
Gegen 17 Uhr sind wir wieder in Hanoi. Bei Regen. Wir laufen etwas rum und trinken einen Kaffee.


Halong-Bucht I

26. Dezember 2017
Um kurz vor 6 ist die Nacht rum und um 7.30 Uhr fahren wir los zur Halong-Bucht. Heute ist es leider sehr diesig und es sieht nicht nach Sonne aus...
Es bleibt grau und bedeckt und die Ausblicke aus dem Bus sind alles andere als schön. Wir fahren schnurstracks eine zweispurige Landstraße lang, durch einige kleine Dörfer, vorbei an großen Hallen, heruntergekommenen Gebäuden, Fabriken und Schrottplätzen. Zwischendurch sieht man zwar Grün, aber es wirkt alles schäbig. Ich hatte die Illusion, wir fahren durch eine schöne sehenswerte Landschaft...
Auf einer Raststätte gibt es sehr interessante Toiletten 🤣:

Bevor wir in der Halong-Bucht ankommen, machen wir einen Stop an einer Perlenzucht, wo wir eine kurze Vorführung der Perlenzucht bekommen. Ist ganz interessant. Dann geht es noch ein kurzes Stück weiter zum Hafen. Dort ist ein Megachaos, weil auf einer eigentlich zweispurigen Spur Busse und Autos in vier Reihen in alle Richtungen fahren wollen und sich ein Knoten bildet, der offenbar nicht mehr zu lösen ist. Unglaublich! Nach einer gefühlten Ewigkeit beschließt Thang, dass wir mit den Koffern Dann doch die 150 Meter zu Fuß gehen können. Bravo! 
Der Hafen ist riesig, eine Dschunke liegt neben def anderen, aber als wir dann auf unserer sind, sind wir total begeistert. Die Tische sind schon eingedeckt, total schön. Unsere Zimmer sind auch total süß, ich teile meins mit Birgit. Irgendwann gibt es Mittagessen, ein sechsgängiges Menü mit Fisch und Meeresfrüchten. Super lecker, wir genießen jeden einzelnen Gang. Inzwischen sind wir abgelegt und tuckern in die Halong-Bucht. Es gibt hier hunderte Sandsteinfelsen, die sich aus dem Wasser erheben.  Einfach schön und völlig relaxt, trotz der vielen anderen Booten. Nach dem Essen setzen wir uns mit einem Bier aufs Deck und genießen die Stille und den Moment. Herrlich! Ich bin gerade völlig entspannt. 
Doch auf einmal ruft Andre zu uns hoch, wir sollten uns beeilen, wir müssten gleich auf ein anderes Boot umsteigen, ohne zu sagen, was abgeht. Ich springe schnell aufs Klo 
und Folge dann dem Rudel und hüpfe auf eine Plattform, wo zig andere Touris bereits mit Schwimmwesten behangen werden. Dann werden wir auf ein kleineres Boot beladen und werden durch eine Höhle gerudert zu einer weiteren Bucht. Jede Menge Boote, überwiegend mit chinesischen Gästen, kommen uns entgegen und wir sind selbst Fotoobjekte. Wir machen uns einen Spaß draus, bei allen vorbeikommenden Booten eine La Ola zu machen und haben Riesenspaß. Am Ende der Bucht sitzen ein paar Affen auf einem Felsen, futtern Bananen und poppen. Nachdem wir genug Bilder gemacht haben, drehen wir um, fahren zurück, steigen wieder auf unser Boot und ich denke, jetzt können wir etwas chillen. Aber wie so oft kommt es anders! Wir werden zu einer kleinen Insel geschippert, mit (angeschüttetem) Sandstrand und tausenden anderer Touristen. Hier werden wir schnell abgeladen und erklimmen dann einen Berg, von dem aus wir eine schöne Rundumsicht auf die Bucht hat. Sofern man sich einen Platz ganz vorne erkämpfen kann. Dann wieder mit dem ganzen Rudel runter und ab aufs Schiff. 
Hier hängen wir ein wenig ab bis zum Abendessen. Das ist wieder fantastisch. 10 kleine Gänge mit diversen Köstlichkeiten. Shrimps, Krebsfleisch, frischer Fisch...
Danach sitzen wir noch in gemütlicher Runde zusammen und gehen gegen zehn schlafen.





Zwischenfazit

Nach einer Woche in Vietnam hat mich immer noch keine wirkliche Begeisterung für dieses Land gepackt. Es ist alles sehr fremdartig und interessant, besonders in Hanoi war das so, aber halt auch laut und hektisch. In den Städten ist es sehr sauber, zumindest auf den Hauptwegen, in der Nähe von Hotels und Restaurants, ständig fest jemand die Bürgersteige. So halb man jedoch etwas heraus kommt, sieht man überall Berge von Müll herumliegen!
Die Menschen hier in Vietnam habe ich bisher als außerordentlich unfreundlich empfunden. Die, die nichts von einem wollen oder erwarten begegnen einem häufig mit unfreundlichen Gesichtern und sehr schnell genervt. Selbst im Dienstleistungsbereich wie Hotels oder Restaurants. Auf ein Lächeln wird eigentlich niemals reagiert. Andere, die einem was verkaufen wollen, sind nur so lange aufgesetzt freundlich, bis sie merken, dass sie bei uns nichts los werden. 
Landschaftlich fand ich es in den Bergen bei Sapa sehr schön. Allerdings fand ich den Aufwand dafür unverhältnismäßig und Sapa einfach nur gruselig. Aber World Insight hat das wohl bei dem neuen Programm auch schon raus genommen. Die Trockene Halong-Bucht ist wunderschön, aber da haben wir leider zu wenig von gesehen.
Mein Fazit nach einer Woche: Ich bin gespannt auf den weiteren Verlauf, weiß aber jetzt schon, dass ich hier nicht noch einmal herkommen würde. Und ein Asien-Fan werde ich auch nicht.... 😉 

Ninh Binh

25. Dezember 2017
Wir fahren ca 2 1/2 Stunden, bis wir in der Nähe von Ninh Binh ankommen. Direkt als wir aus dem Bus aussteigen belagern uns wieder einmal Frauen, die irgendwelches Zeug verkaufen wollen, in diesem Fall sind es Strohhüte, die sie uns beim Aussteigen direkt auf den Kopf setzen wollen. Das nervt hier. Zumal diese Damen dann auch sehr hartnäckig und aufdringlich sein können. Wenn man dann wirklich nichts kauft, wird man auf vietnamesisch beschimpft. Zunächst schauen wir uns irgendeinen Tempel von irgendeinem Kaiser an, der ziemlich überlaufen ist und uns sowieso nichts sagt. Wir latschen ein bisschen in der Gegend rum, und beschließen dann, den zweiten Tempel auszulassen und direkt auf die Räder umzusteigen. Diese sind in einem eindeutig schlechteren Zustand als bei unserer letzten Radtour, dafür ist die Tour um einiges schöner.  Wir sind hier in der trockenen Halongbucht und die Kulisse mit den Kalksteinfelsen ist schon sehr schön. Leider kratzen wir die nur am Rande an, da die Fahrradtour nicht mittendurch geht und insgesamt auch nur eine Stunde. Mittags speisen wir in einem ziemlich großen touristischen Restaurant. Danach steigen wir jeweils zu zweit in ein Ruderboot, und werden über ein Flüsschen am Rande der Bucht gerudert. Da außer uns noch gefühlte tausend andere Touristen hier unterwegs sind, trübt das natürlich das Bild. Bevor wir anlegen haut uns unser Ruderer auch schon ganz dreist auf Trinkgeld an, davor hatte uns Thang bereits gewarnt. Wir geben ihm das Trinkgeld erst, als wir aussteigen und seinem Blick nach zu urteilen war es nicht genug. Auch davor hatte Thang uns bereits gewarnt. 
Das Hotel in Ninh Binh ist gut aber sehr steril. Hier habe ich endlich ein bisschen Zeit meine Tasche ordentlich neu zu packen. Dann gehe ich kurz mit Gitti und Andre einmal um den Block, wir kaufen etwas Früchte und hocken dann mit ein paar Leuten auf einem Zimmer und quatschen. 
Heute ist wieder frühes Schlafen angesagt, da wir morgen recht früh zur Halongbucht fahren.



Nachtzug nach Hanoi

25. Dezember  2017
Diese Übernachtung im Nachtzug ist total entspannt. Wir haben wieder unser Single-Mädels-Abteil und richten uns erstmal schön ein und trinken unser Schlummerbier. Ich schlafe hervorragend, wache einmal kurz auf und schlafe dann durch. Gerade als ich träume, dass mich niemand geweckt hat und ich im Zug zurückbleibe, werden wir um kurz nach 5.00 Uhr geweckt. Der Zug kommt um 5.30 Uhr in Hanoi an und um 6.00 Uhr sind wir im Hotel vom Anfang. Die Straßen wirken um diese Uhrzeit fast wie ausgestorben, aber vor einigen Häusern sitzen schon Menschen und bereiten ihr heutiges Tagesgeschäft vor, eine Frau zum Beispiel hackt Fleisch klein, woanders wird ein kleines offenes Feuer entfacht, wo später drüber gekocht wird. Im Hotel bekommen wir ein Frühstück und können die Tasche nochmal umpacken. In meiner Tasche herrscht inzwischen völliges Chaos und ich freue mich schon, dass wir heute Abend in einem Hotel sind, damit ich einmal alles ordnen kann. 
Um 8.30 Uhr starten wir dann wieder mit dem Bus Richtung Ninh Binh.
Die Sonne scheint... 😊




Sapa - Wanderung und Rückfahrt

24. Dezember 2017
Die Nacht in unseren Bettenlager war gar nicht so schlimm. Gestern haben wir noch sehr lecker gegessen und ein Bierchen getrunken um besser schlafen zu können. Um 21 Uhr liegen wir alle auf unseren Matratzen und es ist zum Glück bei weitem nicht so kalt wie befürchtet. Dank meiner Oropax bekomme ich von dem Schnarchkonzert, was kurz danach laut Erzählungen der anderen einsetzt, kaum etwas mit. Als ich heute morgen aufwache, geht es mir wieder hervorragend. 
Heute morgen ist es sehr windig und kalt. Wir frühstücken um 8.00 Uhr ganz in Ruhe und starten dann um 9.30 Uhr mit unserer heutigen Wanderung. Der Weg geht direkt ziemlich steil bergan und die erste Jackenschicht landet schon direkt im Rucksack. Nach kurzer Zeit kommt schon die Sonne durch und es ist herrlich warm. Wir haben echt Glück, denn bis vor ein paar Tagen hat es hier wohl geregnet. Der Weg ist ziemlich anspruchsvoll, es geht überwiegend über Lehmstufen hoch und runter und sind zum Glück so beschaffen, dass hier definitiv kein Moped vorbei kommt. Die Ausblicke sind super schön. Wir laufen zwischendurch durch einen Bambuswald, wo es angeblich Bären gibt, die sich aber wohl von diesen Pfaden fern halten. Wir kommen zu einem Wasserfall und laufen von dort aus zu einem Dorf, wo wir eine Runde drehen und dann zum Essen gehen. Wieder einmal ist das Essen sehr lecker! Zahlen müssen wir wieder nur die Getränke. Die sind hier, wie eigentlich alles, super günstig. Eine Cola ca. 80 Cent, ein Bier max 1€. Für eine Stange Zigaretten habe ich in Hanoi umgerechnet 9 € bezahlt. Wie überall hier oben kommen wieder Frauen und kleine Mädchen zu uns und belagern uns bereits beim Essen, weil sie bunte Bändchen und Taschen verkaufen wollen. Ich erstehe ein Bändchen für etwa 20 Cent. 
Um 15 Uhr fahren wir mit dem Bus zurück nach Sapa, wo wir eine Stunde Aufenthalt haben. Ich frage an der Rezeption, ob es eine Möglichkeit zu duschen gibt. Gibt es! Und so nutzen Gitti und ich die zwei Duschen und die Zeit um uns den Dreck der letzten Tage abzuwaschen. Herrlich! 
Um 15.30 Uhr fahren wir dann mit dem Bus nach Lao Cai, wo später der Nachtzug zurück nach Hanoi fährt. Hier fahren wir noch kurz zur chinesischen Grenze und wir können einen Blick auf China werfen. Danach werden wir an einem Restaurant abgeladen, wo wir die nächsten 3 Stunden verbringen...




Sapa - Wanderung in den Bergen

23. Dezember 2017
Wir starten heute um 9.00 Uhr mit unserer Wanderung. War geht es ein Stück durch den Ort und dann unterhalb davon auf einen wanderpfad, der uns nach und nach von Sapa wegführt. Es ist herrlich, mal kein Gehupe und zig Mopeds um sich zu haben. Der Weg ist teils recht anspruchsvoll, aber zum Glück ist er due letzten Tage abgetrocknet, sonst wäre es bestimmt sehr rutschig. Das Wetter ist herrlich, die Sonne scheint und wir merken nach kurzer Zeit, dass wir zu warm angezogen sind.  Später kommen wir auf einen etwas breiteren Weg und kommen uns auch wieder die ersten Mopeds entgegen. Unglaublich. Aber die Ausblicke sind sehr schön und es macht einfach Freude, zu laufen. Wir kommen durch manche Minidörfer wo man gute Einblicke in das ländliche (ärmliche) Leben hier bekommt. Mittags essen wir wieder in einem sehr einfachen Lokal. Ich esse allerdings nur eine Handvoll Reis mit Hähnchen, ich traue meibemMagen noch nicht so ganz. Und wei andere aus der Gruppe haben inzwischen auch Probleme. Nach der Mittagspause laufen wir noch 2 Stunden bis zu unserer heutigen Unterkunft. Homestay- Matratzenlager! Aber es ist total urig hier. Erstmal gibt es aber eine tolle Fuß- und Beinmassage. Herrlich!




Sapa - der nächste Morgen

23. Dezember 2017
Heute morgen geht es mir wesentlich besser. Gestern Nachmittag sind wir noch mit ein paar durch Sapa gelaufen. Ein furchtbarer Ort! Laut, schmutzig, überall Baustellen, ganz furchtbar. Ich habe abends immerhin eine Banane essen können und bin dann um 19 Uhr schlafen gegangen. Mit ein paar kleinen Unterbrechungen habe ich bis heute morgen um 7 Uhr geschlafen. Mein Schlafdefizit habe ich also wieder ausgeglichen.
Die Berge sind noch in dichten Nebel gehüllt, aber der Tag ist sonnig angesagt und ich freue mich jetzt auf eine schöne Wanderung.


Sapa

22. Dezember 2017
Ich hatte mich so auf die Berge gefreut! Raus aus dem lärmenden Hanoi und hier die schöne Gegend genießen. Gestern Abend sind wir mit dem Nachtzug von Hanoi nach La Chai gefahren.  Es war ganz lustig, 4 Leute müssten sich jeweils ein Abteil teilen, alles natürlich mega eng. Um 22 Uhr fährt der Zug ab und gegen 23 Uhr liegen wir alle in unseren Hohen (Ich freiwillig oben). Ich hätte wahrscheinlich auch ganz gut geschlafen, das Gerumpel stört mich nicht. Wenn mich nicht Buddhas Rache ereilt hätte. Plötzlich wird mir schlecht und ich bekomme Magenprobleme.... am Ende habe ich 8 Stunden lang das Bett gegen die Toilette getauscht. In La Chai sind wir gegen 6 Uhr und müssen dann noch mit dem Bus 1 Stunde nach Sapa fahren. Dort gibt es dann Frühstück- Fr mich nicht! Ich trinke Tee und verkrieche mich dann später in mein schäbiges Zimmer, was ich glücklicherweise schon beziehen kann. Die anderen unternehmen eine Wanderung in den Bergen.... 😢😭
Mittags geht es mir besser und ich warte erstmal auf die Gruppe. Mal sehen,ob ich heute noch etwas zu sehen bekomme.

Hanoi und Umgebung


21. Dezember 2017
Diese Nacht schlafe ich leider gar nicht gut. Das Wetter ist schön, die Sonne scheint bereits und der Tag scheint vielversprechend.
Um 8.30 Uhr starten wir wieder mit dem heutigen Programm:
Heute geht es raus aufs Land! Mit dem Bus fahren wir zum Roten Fluss und unternehmen eine entspannte Fahrradtour (10 km, leicht)! Unsere Reiseleitung zeigt uns kleine Schleichwege, sodass wir im Vorüberfahren den Einheimischen bei ihrer alltäglichen Arbeit auf den Feldern zuschauen können. Wir legen in mehreren Dörfern kleine Stopps ein, um kurz Luft zu holen, die hübschen Pagoden zu bewundern und die Atmosphäre aufzusaugen, bevor es weiter nach Duong Lam geht, wo wir auf einen atemberaubend schönen Blumengarten stoßen!”
So stand es in der Reisebesschreibung. Klingt super, oder? Tatsächlich fahren wir 3 Minuten mit dem Bus auf die andere Seite der vielbefahrenen Stadtstraße uns steigen direkt dahinter auf die Räder um. Dann fahren wir durch schäbige stinkende Gassen und über holprige staubige Straßen, bevor uns unser Guide quer über die Hauptstraße durch den Verkehr jagt um auf die andere Seite zu gelangen. Dort fahren wir ein Stück am Westsee entlang und dann wieder über die Hauptstraße zurück. Es ist alles andere als entspannend und als wir zurück sind haben wir gerade mal eine halbe Stunde zum Auschecken. Da ich alles schon soweit  vorbereitet hatte, schaffe ich es wenigstens noch unter die Dusche. Dann geht es wieder zum Bus und wir eiern etwa 60 km zu irgendeinem Dorf wo wir bei einer Familie Mittagessen bekommen. Die Fahrt dauert etwa zwei Stunden. Das "für uns zubereitete Essen bei einer Gastfamilie" entpuppt sich als ein als privat getarntes Restaurant in einem unscheinbaren Dorf neben der Schnellatraße in dem bereits eine andere Reisegruppe zu Gast ist. Das Essen allerdings ist original vietnamesisch und super lecker. Es gibt Schweinefleisch, Gemüse, Krabben, Gemüse, Kürbis, Sojabohnen, Frühlingsrollen (ganz anders als wir sie kennen), datu Reis und Reisschnaps. Wir schlemmen ausgiebig und die Stimmung ist sehr gut. Danach fahren wir mit dem Bus zu einer Pagode (ganz schlicht und völlig anders als in Myanmar) und danach zu einem Tempel von wer-weiß-wem. Für jemanden, der sich nicht intensivst mit der Geschichte Vietnams oder des Buddhismus beschäftigt hat, ziemlich uninteressant. Gegen halb 5 geht es dann wieder zurück nach Hanoi. Dort kommen wir zur Rush Hour an und die letzten Kilometer nur im Schritttempo voran. Überall auf der Hauptstraße Motorroller! Tausende! Und sie quetschen sich in jede kleine Lücke, überholen den Bus auf dem Bürgersteig des Mittelstreifens und fahren so dicht beieinander dass man manchmal gar nicht hinschauen mag! Und es wird in einer Tour gehupt. Nach ein paar Stunden Ruhe fällt es einem noch mehr auf. Ich bin jetzt froh, dass wir bald hier wegkommen und ich glaube, den anderen geht es genauso. 

Hanoi am Abend

20. Dezember - 21.25 Uhr
Das Wasserpuppentheater ist tatsächlich sehr sehenswert (einmal), es ist halt etwas ganz anderes und besonders für Vietnam. Das ganze geht auch nicht einmal eine Stunde. Danach springen wir mit den Großteil der Gruppe wieder zwischen den Mopeds Richtung Hotel. Dort suchen wir uns in der Nähe eine nette kleine Bar und trinken noch zwei Bierchen zusammen. Es ist immer noch herrlich mild, ein dünnes Jäckchen genügt. Und die Gassen hier sind so lebendig, es ist eine schöne Athmosphäre, obwohl alles so trubelig ist. Völlig anders als bei uns!
Im Hotel muss ich dann noch irgendwie die Tasche für die nächsten drei Tage packen und hoffe, dass alles dabei ist und ich nicht am Ende alles drei Tage schleppen muss. Thang hat die Ansage für die Tage in den Bergen leider nicht eindeutig gemacht (3 Nachfragen - 5 verschiedene Antworten) und so wird es auf jeden Fall spannend, wie tatsächlich der Ablauf sein wird. Wir werden sehen...




Hanoi II

20. Dezember 2017
Ich habe wunderbar geschlafen und fühle mich wie neugeboren. Um 6.30 Uhr stehe ich auf, dusche in Ruhe und gehe zum Frühstück, was erstaunlich reichhaltig ist. Um 7.30 Uhr starten wir mit unseren heutigen Programm. Der Bus bringt uns erst zum ethnischen Museum. Dort trinken wir einen Kaffee bevor wir uns das Museum anschauen. Diesen Programmpunkt  könnte man meiner Meinung nach auslassen, da das ganze Zahl vielleicht interessant ist, diese ganzen vielen Informationen über 54 ethnische Gruppen aber für einen dreiwöchigen Aufenthalt auch nicht so wichtig sind. Zudem ist es unheimlich schwierig unseren Reiseleiter Thang zu verstehen, da er teilweise sehr konfus erklärt, und sein Deutsch nicht das Beste ist. Nach dem Museum fahren wir mit dem Bus weiter zum Ho Chi Minh Mausoleum, welches allerdings zurzeit geschlossen ist. Wir laufen einmal davor lang, und steigen dann wieder in den Bus. Damit fahren wir weiter in die Altstadt, wo wir zusammen in einem urigen vietnamesischen Restaurant typisch vietnamesisch essen. Es gibt kalte Nudeln mit Schweinefleisch, aber sehr lecker. Danach laufen wir zum See, schauen uns einen Tao-Tempel an, und steigen dann in Rikschas um. Damit fahren wir ungefähr eine Stunde durch die Altstadt, immer auf Augenhöhe mit den Abgasen. Sehr spannend. Gegen 4 Uhr sind wir zurück am Hotel, und haben erstmal zwei Stunden Freizeit. Ich schleiche mit Britta noch ein wenig durch die Gassen, und wir trinken gemütlich einen Kaffee. Auf dem Rückweg verfransen wir uns kurz, finden aber dann doch durch das Gassengewirr zurück zum Hotel.
Später treffen wir uns wieder und schauen uns ein Wasserpuppentheater an.




Hanoi I

19. Dezember 2017 - 20:30 Uhr
So, nach einem - oder eigentlich ja zwei langen Tagen liege ich endlich im Bett meines Hotelzimmers.  Das ist, nett, gemütlich und sauber und ich hoffe, ich werde eine gute Nacht darin verbringen.. 
Nachdem wir nach der Ankunft am Flughafen noch ewig warten mussten, weil Franziska (französische Staatsbürgerin) noch das Visum beantragen musste und dann auch noch ihr Koffer weg war, sind wir um 14:45 Uhr auf unseren Zimmern. Vorher haben wir noch schnell den Rest der Gruppe kennengelernt. Eine Stunde später geht dann unser Stadtrundgang los, der uns hier durch die umliegenden Gassen der Altstadt führt. Alles sehr trubelig, ein kleiner bunter Laden neben dem anderen und Tausende von Mopeds. Die Kunst hier eine Straße zu überqueren besteht darin, nicht in eines davon zu laufen und sich nicht überfahren zu lassen. Eigentlich muss man einfach nur gehen, auf keinen Fall plötzlich stehen bleiben! Es ist spannend, aber auch anstrengend, vor allem, wenn man so übermüdet ist wie wir und mit einer Gruppe von 16 Personen durch die Gegend läuft. 
Wir laufen, Thong erzählt hier und da was, was man nur mitbekommt wenn man nah genug bei ihm steht, bis zum Hoan-Kiem-See und dann ist die Luft auch raus, die meisten haben Hunger und einige werden quengelig. Also gehen wir zurück und in ein vietnamesisches Restaurant, wo sich die Gruppe trennt, weil einige lieber nebenan essen wollen, wo wir aber nicht alle sitzen können. Schade, weil wir so an unserem ersten Abend nicht zusammen essen, aber egal. Das Essen ist lecker und der Abend nett und eigentlich hat sowieso nur jeder sein Bett im Kopf.




Flug

18. Dezember - 15.45 Uhr (unsere Zeit)
Noch keine 4 Stunden in der Luft und es macht schon keinen Spaß mehr. 
Der Flieger ist eine Stunde später gestartet weil u.a. die Flügel noch enteist werden mussten, aber immerhin sind wir losgekommen. Im Wartebereich habe ich schon einen Teil der Gruppe kennengelernt. Ramona, eine alleinreisende Frau und zwei Pärchen. Alle auf den ersten Eindruck sehr nett und wir sitzen zusammen und quatschen bis das Boarding beginnt. 
Die Sitze in der Maschine sind mega klein, aber ich wäre auch mit dem Gepäckfach zufrieden. Beim Einchecken musste ich nämlich tatsächlich mein Visa vorzeigen und da wurde ich nachträglich noch etwas nervös bei dem Gedanken, keines gehabt zu haben 🤤.
Noch 8 Stunden Flug bis Taipeh....

22.50 Uhr (u.Z.)
Es sind immer noch etwa 1,5 Stunden bis Taipeh. Und dann nochmal 3 Stunden bis nach Hanoi. Dort werden wir irgendwann morgens (Ortszeit) ankommen. Und dann geht das Programm auch schon los. Bin mal gespannt wie wir das so hinkriegen. Wirklich viel geschlafen haben wir glaub ich bisher alle nicht. 

Um 11:25 Uhr landen wir in Hanoi. Hier scheint sie Sonne, aber es ist ein bisschen bedeckt. Auf dem letzten Flug hab ich zwar noch ein wenig geschlummert, bin aber total müde und würde am liebsten direkt schlafen gehen. 

Anreise

18. Dezember 2017
Da ich ja gestern schon mit dem Zug nach Frankfurt gefahren bin und hier die Nacht in einem Hotel verbracht habe, bin ich pünktlich und entspannt am Flughafen angekommen. Ich bin so früh dran, dass ich die erste in der Schlange bin und bekomme auch noch einen Gangplatz. Jetzt heißt es 3 Stunden abhängen und hoffen, dass der Flieger auch geht. Heute Nacht hat es geschneit und es sind heute morgen schon zig Flüge gestrichen worden. Aber ich bin zuversichtlich, dass alles klappt. 

Visum

17. Dezember 2017

Heute habe ich endlich mein Visum bekommen!!!! Jeppa 😁
Manch einer wird sich nun - zu Recht - fragen, warum erst heute, einen Tag vor Abflug. Ganz einfach! Weil ich zu dusselig war und diese wichtige Information, dass man vorab ein Visum beantragen muss, irgendwie überlesen hatte. Glücklicherweise habe ich das am letzten Dienstag noch gelesen und es gibt seit Anfang 2017 auch eine Möglichkeit, das Visum online zu beantragen. 3 Werktage Bearbeitungszeit. Passte also noch.
Von wegen!!! Die entsprechende Internetseite war erstmal den kompletten Dienstagnachmittag nicht verfügbar, öffnete sich einfach nicht. Ehrlich gesagt wurde ich da dann schon ein kleines bisschen nervös... Gegen Abend baute die Seite sich dann im Schneckentempo auf und weitere 2 Stunden später konnte ich endlich meine Daten eingeben. Allerdings führte das Drücken von WEITER dazu, dass sich eine weitere Seite nicht aufbaute. Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich das ganze abgebrochen und nochmal von vorn angefangen. Diesmal ging der Seitenaufbau etwas schneller und ich konnte meine Daten eingeben und abschicken und bekam sogar eine Registrierungsnummer. Jep! Fast geschafft.
Denkste!!! Der nächste Schritt wäre die Bezahlung per Visa gewesen, aber.... Genau! Die Seite ließ sich nicht blicken. Irgendwann gegen Mitternacht hab ich das ganze dann abgebrochen und bin mit einem Knoten im Magen erstmal schlafen gegangen. Morgens um 5.00 Uhr hab ich den Rechner wieder angeworfen. Und da klappte alles problemlos, ich konnte bezahlen und habe eine Bestätigung darüber bekommen. Also hatte  ich mein Visum so gut wie in der Tasche. Bei 3 WERKTagen Bearbeitungszeit müsste ich es bis Freitag (15.12.) per Email bekommen...
Kam aber nicht! Und die Seite, wo ich den Bearbeitungsstatus hätte erfragen können, war bis gestern nicht funktionsfähig. Ich hatte dann auch echt keine Lust mehr und dachte mir, mit der Registrierungsnummer und der Bezahlbestätigung werden die mich schon einreisen lassen! Ich glaube schon, dass das geklappt hätte...
Trotzdem habe ich heute Morgen einen allerletzten Versuch unternommen und - unglaublich! - die Seite öffnete sich in Sekundenschnelle und nach Eingabe der Daten sah ich: ... is allowed te enter Vietnam from 18/12/2017 to 17/01/2018. Und ich konnte das Visum direkt ausdrucken... wenn mein Drucker ordentlich funktioniert hätte! Aber das hat mein Dad jetzt gemacht.
Ein bisschen erleichert bin ich jetzt schon, direkt ein Visum in der Tasche zu haben. 👍

Leider hat sich dafür gestern mein kleines Netbook verabschiedet, nach einem Sicherheitsupdate ist das nicht mehr zu gebrauchen. Tot! Tja, dann muss ich meinen Blog auch diesmal wieder per Smartphone schreiben. Doof, aber nicht zu ändern.... Gibt schlimmeres. Zum Beispiel ohne Visum nach Vietnam zu fliegen 😅 

Winter

12. Dezember 2017

In nicht mal einer Woche ist es endlich so weit, dann bin ich wahrscheinlich schon in Hanoi.
Ich kann es kaum erwarten hier wegzukommen! Am Wochenende hat es furchtbar geschneit und ein Teil des Schnees liegt hier immer noch rum. Es ist kalt, grau und windig und so überhaupt nicht mein Wetter! Wird Zeit hier zu flüchten😊

Derzeit kuriere ich noch eine hartnäckige Bronchitis aus, was die Vorfreude auf die Reise etwas schmälert, da ich mich grad ziemlich energielos fühle. Aber ich bin optimistisch, dass es bis nächste Woche überstanden ist und ich mich dann auf eine tolle Reise einlassen kann.

Noch drei Wochen...

27. November 2017

... dann ist es soweit und eine weitere Reise in ferne Länder startet für mich. Ich freue mich schon sehr und bin in Gedanken schon am Packen. Wenn ich alles mitnehme, was ich im Kopf habe, komme ich diesmal nicht mit einer kleinen Reisetasche aus. Aber diese Reise werde ich ja auch nicht in einem Zelt verbringen müssen, so dass zumindest das Netbook zusätzlich dabei sein wird. Allerdings ist mir gerade der Gedanke gekommen, dass eine schwere Tasche bei einer Hotelreise ja eigentlich noch blöder ist, da ich sicher öfter einige Treppen zu meinem Zimmer erklimmen muss. Auf einem Zeltplatz braucht man nur die Tasche hinter sich herziehen. Naja, das Packen wird jedenfalls wieder spannend - im Norden wird es kalt, im Süden warm, mit Regen muss man immer rechnen (vor allem ich 😅) und Sonne wird es wohl hoffentlich auch geben. Also muss für alle Eventualitäten was dabei sein....

Einen Teil der Reisegruppe habe ich bereits über das Reiseforum des Veranstalters online kennengelernt und da bin ich sehr positiv gestimmt. Ein Pärchen Ende 50 und 3 Mädels zwischen 41 und 49, offenbar auch Alleinreisende. Das klingt ja erstmal vielversprechend😌. Ich bis sehr gespannt...