Halong-Bucht I

26. Dezember 2017
Um kurz vor 6 ist die Nacht rum und um 7.30 Uhr fahren wir los zur Halong-Bucht. Heute ist es leider sehr diesig und es sieht nicht nach Sonne aus...
Es bleibt grau und bedeckt und die Ausblicke aus dem Bus sind alles andere als schön. Wir fahren schnurstracks eine zweispurige Landstraße lang, durch einige kleine Dörfer, vorbei an großen Hallen, heruntergekommenen Gebäuden, Fabriken und Schrottplätzen. Zwischendurch sieht man zwar Grün, aber es wirkt alles schäbig. Ich hatte die Illusion, wir fahren durch eine schöne sehenswerte Landschaft...
Auf einer Raststätte gibt es sehr interessante Toiletten 🤣:

Bevor wir in der Halong-Bucht ankommen, machen wir einen Stop an einer Perlenzucht, wo wir eine kurze Vorführung der Perlenzucht bekommen. Ist ganz interessant. Dann geht es noch ein kurzes Stück weiter zum Hafen. Dort ist ein Megachaos, weil auf einer eigentlich zweispurigen Spur Busse und Autos in vier Reihen in alle Richtungen fahren wollen und sich ein Knoten bildet, der offenbar nicht mehr zu lösen ist. Unglaublich! Nach einer gefühlten Ewigkeit beschließt Thang, dass wir mit den Koffern Dann doch die 150 Meter zu Fuß gehen können. Bravo! 
Der Hafen ist riesig, eine Dschunke liegt neben def anderen, aber als wir dann auf unserer sind, sind wir total begeistert. Die Tische sind schon eingedeckt, total schön. Unsere Zimmer sind auch total süß, ich teile meins mit Birgit. Irgendwann gibt es Mittagessen, ein sechsgängiges Menü mit Fisch und Meeresfrüchten. Super lecker, wir genießen jeden einzelnen Gang. Inzwischen sind wir abgelegt und tuckern in die Halong-Bucht. Es gibt hier hunderte Sandsteinfelsen, die sich aus dem Wasser erheben.  Einfach schön und völlig relaxt, trotz der vielen anderen Booten. Nach dem Essen setzen wir uns mit einem Bier aufs Deck und genießen die Stille und den Moment. Herrlich! Ich bin gerade völlig entspannt. 
Doch auf einmal ruft Andre zu uns hoch, wir sollten uns beeilen, wir müssten gleich auf ein anderes Boot umsteigen, ohne zu sagen, was abgeht. Ich springe schnell aufs Klo 
und Folge dann dem Rudel und hüpfe auf eine Plattform, wo zig andere Touris bereits mit Schwimmwesten behangen werden. Dann werden wir auf ein kleineres Boot beladen und werden durch eine Höhle gerudert zu einer weiteren Bucht. Jede Menge Boote, überwiegend mit chinesischen Gästen, kommen uns entgegen und wir sind selbst Fotoobjekte. Wir machen uns einen Spaß draus, bei allen vorbeikommenden Booten eine La Ola zu machen und haben Riesenspaß. Am Ende der Bucht sitzen ein paar Affen auf einem Felsen, futtern Bananen und poppen. Nachdem wir genug Bilder gemacht haben, drehen wir um, fahren zurück, steigen wieder auf unser Boot und ich denke, jetzt können wir etwas chillen. Aber wie so oft kommt es anders! Wir werden zu einer kleinen Insel geschippert, mit (angeschüttetem) Sandstrand und tausenden anderer Touristen. Hier werden wir schnell abgeladen und erklimmen dann einen Berg, von dem aus wir eine schöne Rundumsicht auf die Bucht hat. Sofern man sich einen Platz ganz vorne erkämpfen kann. Dann wieder mit dem ganzen Rudel runter und ab aufs Schiff. 
Hier hängen wir ein wenig ab bis zum Abendessen. Das ist wieder fantastisch. 10 kleine Gänge mit diversen Köstlichkeiten. Shrimps, Krebsfleisch, frischer Fisch...
Danach sitzen wir noch in gemütlicher Runde zusammen und gehen gegen zehn schlafen.