Hoi An

30. Dezember 2017
Heute war ein richtig guter Tag. Erstmal konnten wir schön ausschlafen, da unser Programm heute erst später beginnt. Das Frühstück ist okay, aber was vor allem genießen wir es, in dem offenen Restaurant in kurzer Hose und T-Shirt sitzen zu können. Um 9:30 Uhr ist Treffpunkt. Da bekomme ich dann von anderen Teilnehmern mitgeteilt, dass jetzt nicht der Stadtrundgang ansteht, sondern eine Fahrradtour zu irgendeinem Dorf. Ich bekomme von allen möglichen Leuten unterschiedlich Informationen, von unserem Reiseleiter gar keine. Ich packe meinen Rucksack kurzfristig um, und dann geht es mit halbwegs gescheiten Rädern los. Wir fahren aus der Stadt raus, an Feldern vorbei, vermutlich Reisfelder, dann durch irgendwelche Gemüsegärten, und fahren dann erstmal zum Strand. Dort haben wir 10 Minuten Zeit um ein paar Fotos zu machen, und fahren dann zurück zur Stadt. Dort stellen wir die Räder ab, und setzte unsere Tour zu Fuß fort. Wir schauen uns die japanische Brücke an, dann noch einen Tempel, und am Schluss besuchen wir eine kleine Manufaktur, wo man uns demonstriert, wie Seide hergestellt wird. Ist aber eigentlich eine reine Verkausveranstaltung. Danach haben wir dann frei. Gitta, Birgit und ich gehen erstmal zurück zum Hotel um unsere großen Rucksäcke loszuwerden und fahren dann mit dem Taxi zurück in die Stadt. Es ist jetzt gerade mal 15 Uhr, so dass wir jede Menge Zeit haben um ausgiebig durch die Läden zu schlendern. Hoi An ist fast verkehrsfrei und es gibt hier richtig schöne Läden. Da wir heute mal keinen Zeitdruck haben, macht das Bummeln und Einkaufen richtig viel Spaß. Ich erstehe einige schöne Sachen, und irgendwann tun uns die Füße weh und wir haben Hunger und Durst. Wir kehren in einem netten kleinen Lokal ein, mit Blick auf den Fluss. Hier essen wir leckere gebratene Nudeln mit Meeresfrüchten. Einfach köstlich. Der Gang aufs Klo ist auch besonders spannend, weil man zunächst durch die kleine Küche gehen muss, wo alles kreuz und quer und durcheinander steht,  dann vorbei an diversen Schlafkammern, durch das Kinderspielzimmer und vor dem Toiletten ist die Wäsche der Familie aufgehangen. Hier bekommt man einen direkten Einblick in das Leben der Leute hier. Frisch gestärkt laufen wir weiter, kommen auf den Markt von Hoi An. Inzwischen ist es dämmrig und die vielen Lampignons in der Stadt brennen bereits. Eine richtig schöne Stimmung. Gegen 18 Uhr haben wir aber dann genug vom schlendern und bummeln, und laufen langsam Richtung Hotel. Wir decken uns noch mit Bierchen und Knabberzeug ein und sitzen noch ein bisschen gemütlich zusammen.




Wolkenpass und Hoi An

29. Dezember 2017
Der Wolkenpass soll ja die Wetterscheide zwischen Nord und Südvietnam sein. Als wir hinauf fahren, regnet es. Oben machen wir, wie viele andere Busse auch, eine kurze Pause, aber die Sicht ist schlecht. Auf der anderen Seite ist das Wetter leider auch nicht besser. In Da Nang machen wir eine Pause und essen leckere Nudeln, danach gehen wir ins Cham-Museum. Eine kurze Busfahrt weiter haben wir noch einen Stopp bei einem Felsentempel in den Marmorbergen. Sehr schön. Um halb 6 sind wir dann an unserem Hotel in Hoi An. Das ist eine super schöne Anlage und wir freuen uns alle, hier 2 Nächte verbringen zu können. Ich gehe noch mit Gitta und Birgit einmal die Straße hoch und runter und wir essen indisches Curry in einem sehr einfachen Lokal. Ist aber sehr lecker und wir zahlen inklusive Bier 10 € für alle drei zusammen! Danach sitzen wir noch kurz hier in einer  lauschigen Ecke im Hotelgarten zusammen, erkunden die kleine Anlage und gehen dann auf die Zimmer.  Es ist schön mild, die Luftfeuchtigkeit recht hoch, aber das mag ich ja. Meine Erkältung macht mir allerdings etwas zu schaffen und ich hoffe, dass ich diese Nacht gut schlafen kann. Ich mache noch ein bisschen Wäsche und das war' es dann auch schon wieder für heute...



Hue- Kaiserliche Mausoleen

29. Dezember 2017
Gestern Abend waren wir noch zu sechst bei einem Italiener essen, weil wir alle Bock auf Pizza hatten. War ganz lecker, aber ich war dann auch froh, dass wir recht früh zurück waren. Birgit und ich quatschen noch ein wenig, das war's dann. Das Zimmer ist sehr schön, ich habe die Auswahl zwischen einem großen und einem Riesenbett. So ganz so gut schlafe ich allerdings nicht, da ich mich inzwischen leider auch an der Schnupfenseuche angesteckt habe.
Wir können heute in Ruhe frühstücken, da es erst um 9 Uhr los geht. Auf dem Weg sehen wir uns erst das Mausoleum von Kaiser Tu Duc (1847-1883) an und danach das von Kaiser Khai Dinhg (1916-1925). Letzteres ist eine total schöne, etwas düster anmutende Anlage mit Gebäude. Leider regnet es heute, aber kalt ist es zum Glück nicht. Dann geht es weiter Richtung Wolkenpass....






Hue

28. Dezember 2017
Um halb 9 kommen wir in Hue an. Noch eine schäbige, laute, smogverseuchte Stadt. Leider kann ich auch nach ein paar Stunden hier nichts anderes schreiben!
Im Hotel bekommen wir ein großartiges Frühstück. Um 11 Uhr beginnt dann unsere Fahrradtour auf unglaublich schlechten Rädern. Mitten durch den Verkehr hier! Ein Abenteuer was man eigentlich nicht haben muss. Wir besuchen eine Pagode, die Zitadelle https://de.m.wikipedia.org/wiki/Zitadelle_von_Hu%E1%BA%BF und einen Markt.
Gleich gehen wir mit ein paar Leuten essen, mal sehen was wir finden.
Mehr mag ich heute nicht schreiben...






Nachtzug nach Hue

27./28. Dezember 2017
Um 18.30 Uhr sind wir am Bahnhof in Hanoi. Wir werden diese Nacht mit dem Wiedervereinigungsexpress nach Hue fahren. Wie bei den beiden anderen Zugfahrten haben wir Viererabteils und wir bleiben bei der bewährten Verteilung. Obwohl wir durch die Reiseinformationen bereits vorgewarnt wurden, sind wir doch etwas geschockt über den Zustand. Alles ist schmockig und siffig, in einem Abteil muss erstmal eine Kakerlake gekillt werden und die Laken sehen auch nicht so vertrauenerweckend aus. Da der Reiseveranstalter daran gespart hat, unser Gepäck in einem Gepäckabteil unterzubringen, müssen wir das auch noch in den winzigen Abteilen unterbringen. Aber irgendwie geht es und nachdem der erste Schock überwunden ist und der Zug losgefahren ist, sitzen wir in einem Abteil mit ein paar Leuten zusammen, trinken Bier und Reisschnaps, reden und spielen Black Stories. Ist total lustig. Um 22 Uhr gehen wir dann schlafen. Ich wickel mich so in meinen Fleeceschlafsack, dass ich bloß nicht mit dem Laken oder der Decke in Berührung komme. Aus der Lüftung kommt so kalte Luft, dass es oben sehr kalt ist und ich meine Daunenjacke noch überziehen muss. Trotzdem schlafe ich insgesamt ganz gut, hoffe beim Aufwachen nur, dass mir kein Tier in den Mund gekrochen ist.
So um halb 7 ziehen wir uns an und hoffen, dass wir bald da sind. Leider teilt Thang uns dann aber mit, dass wir wahrscheinlich erst um 9 Uhr ankommen. 
Das Wetter sieht leider hier nicht so schön aus, es ist recht grau, aber regnen tut es wenigstens (noch) nicht.


Halong-Bucht II

27. Dezember 2017
Geschlafen haben wir gut, man merkt gar nicht dass wir auf einem Boot sind. Um 6.30 Uhr ist die Nacht aber rum, weil es um 7.00 Uhr Frühstück gibt, weil um 8.00 Uhr die Besichtigung einer Höhle vorgesehen ist. Maria, Jan und ich streiken und bleiben gemütlich auf dem Boot. Bei den Menschenmassen, die da wieder angekarrt werden, bin ich sehr froh um meine Entscheidung. Ich dusche in Ruhe und nach einer Stunde sind die anderen auch schon wieder zurück. Wir genießen noch die Ausblicke auf die wunderschönen Felsformationen und versuchen, sie uns ohne die anderen gefühlten 3000 Boote vorzustellen...
Um 9.30 Uhr müssen wir die Zimmer geräumt haben. Dann stellen wir fest, dass wir mehr oder weniger allein sind, kein anderes Touriboot weit und breit! Leider haben wir heute auch wieder nur grauen Himmel, aber wir experimentieren mit unseren Kameras etwas bzw genießen einfach nur die totale Stille und die schöne Athmosphäre.  Um 10.30 Uhr gibt es dann schon wieder etwas zu futtern und als das beendet ist, sind wir auch schon wieder am Hafen. 
Schneller Umstieg in den Bus und schon sind wir wieder auf dem Weg nach Hanoi...
Auf dem Weg fängt es an zu regnen und umso näher wir Hanoi kommen, umso stärker wird der Regen. Nicht schön. Aber wir haben ja eh kein Programm mehr, außer nachher auf den Zug zu warten. Im Bus wird um die Wette gehustet, einige sind erkältet oder waren es und ich hoffe nur, dass ich verschont bleibe. 
Gegen 17 Uhr sind wir wieder in Hanoi. Bei Regen. Wir laufen etwas rum und trinken einen Kaffee.


Halong-Bucht I

26. Dezember 2017
Um kurz vor 6 ist die Nacht rum und um 7.30 Uhr fahren wir los zur Halong-Bucht. Heute ist es leider sehr diesig und es sieht nicht nach Sonne aus...
Es bleibt grau und bedeckt und die Ausblicke aus dem Bus sind alles andere als schön. Wir fahren schnurstracks eine zweispurige Landstraße lang, durch einige kleine Dörfer, vorbei an großen Hallen, heruntergekommenen Gebäuden, Fabriken und Schrottplätzen. Zwischendurch sieht man zwar Grün, aber es wirkt alles schäbig. Ich hatte die Illusion, wir fahren durch eine schöne sehenswerte Landschaft...
Auf einer Raststätte gibt es sehr interessante Toiletten 🤣:

Bevor wir in der Halong-Bucht ankommen, machen wir einen Stop an einer Perlenzucht, wo wir eine kurze Vorführung der Perlenzucht bekommen. Ist ganz interessant. Dann geht es noch ein kurzes Stück weiter zum Hafen. Dort ist ein Megachaos, weil auf einer eigentlich zweispurigen Spur Busse und Autos in vier Reihen in alle Richtungen fahren wollen und sich ein Knoten bildet, der offenbar nicht mehr zu lösen ist. Unglaublich! Nach einer gefühlten Ewigkeit beschließt Thang, dass wir mit den Koffern Dann doch die 150 Meter zu Fuß gehen können. Bravo! 
Der Hafen ist riesig, eine Dschunke liegt neben def anderen, aber als wir dann auf unserer sind, sind wir total begeistert. Die Tische sind schon eingedeckt, total schön. Unsere Zimmer sind auch total süß, ich teile meins mit Birgit. Irgendwann gibt es Mittagessen, ein sechsgängiges Menü mit Fisch und Meeresfrüchten. Super lecker, wir genießen jeden einzelnen Gang. Inzwischen sind wir abgelegt und tuckern in die Halong-Bucht. Es gibt hier hunderte Sandsteinfelsen, die sich aus dem Wasser erheben.  Einfach schön und völlig relaxt, trotz der vielen anderen Booten. Nach dem Essen setzen wir uns mit einem Bier aufs Deck und genießen die Stille und den Moment. Herrlich! Ich bin gerade völlig entspannt. 
Doch auf einmal ruft Andre zu uns hoch, wir sollten uns beeilen, wir müssten gleich auf ein anderes Boot umsteigen, ohne zu sagen, was abgeht. Ich springe schnell aufs Klo 
und Folge dann dem Rudel und hüpfe auf eine Plattform, wo zig andere Touris bereits mit Schwimmwesten behangen werden. Dann werden wir auf ein kleineres Boot beladen und werden durch eine Höhle gerudert zu einer weiteren Bucht. Jede Menge Boote, überwiegend mit chinesischen Gästen, kommen uns entgegen und wir sind selbst Fotoobjekte. Wir machen uns einen Spaß draus, bei allen vorbeikommenden Booten eine La Ola zu machen und haben Riesenspaß. Am Ende der Bucht sitzen ein paar Affen auf einem Felsen, futtern Bananen und poppen. Nachdem wir genug Bilder gemacht haben, drehen wir um, fahren zurück, steigen wieder auf unser Boot und ich denke, jetzt können wir etwas chillen. Aber wie so oft kommt es anders! Wir werden zu einer kleinen Insel geschippert, mit (angeschüttetem) Sandstrand und tausenden anderer Touristen. Hier werden wir schnell abgeladen und erklimmen dann einen Berg, von dem aus wir eine schöne Rundumsicht auf die Bucht hat. Sofern man sich einen Platz ganz vorne erkämpfen kann. Dann wieder mit dem ganzen Rudel runter und ab aufs Schiff. 
Hier hängen wir ein wenig ab bis zum Abendessen. Das ist wieder fantastisch. 10 kleine Gänge mit diversen Köstlichkeiten. Shrimps, Krebsfleisch, frischer Fisch...
Danach sitzen wir noch in gemütlicher Runde zusammen und gehen gegen zehn schlafen.





Zwischenfazit

Nach einer Woche in Vietnam hat mich immer noch keine wirkliche Begeisterung für dieses Land gepackt. Es ist alles sehr fremdartig und interessant, besonders in Hanoi war das so, aber halt auch laut und hektisch. In den Städten ist es sehr sauber, zumindest auf den Hauptwegen, in der Nähe von Hotels und Restaurants, ständig fest jemand die Bürgersteige. So halb man jedoch etwas heraus kommt, sieht man überall Berge von Müll herumliegen!
Die Menschen hier in Vietnam habe ich bisher als außerordentlich unfreundlich empfunden. Die, die nichts von einem wollen oder erwarten begegnen einem häufig mit unfreundlichen Gesichtern und sehr schnell genervt. Selbst im Dienstleistungsbereich wie Hotels oder Restaurants. Auf ein Lächeln wird eigentlich niemals reagiert. Andere, die einem was verkaufen wollen, sind nur so lange aufgesetzt freundlich, bis sie merken, dass sie bei uns nichts los werden. 
Landschaftlich fand ich es in den Bergen bei Sapa sehr schön. Allerdings fand ich den Aufwand dafür unverhältnismäßig und Sapa einfach nur gruselig. Aber World Insight hat das wohl bei dem neuen Programm auch schon raus genommen. Die Trockene Halong-Bucht ist wunderschön, aber da haben wir leider zu wenig von gesehen.
Mein Fazit nach einer Woche: Ich bin gespannt auf den weiteren Verlauf, weiß aber jetzt schon, dass ich hier nicht noch einmal herkommen würde. Und ein Asien-Fan werde ich auch nicht.... 😉 

Ninh Binh

25. Dezember 2017
Wir fahren ca 2 1/2 Stunden, bis wir in der Nähe von Ninh Binh ankommen. Direkt als wir aus dem Bus aussteigen belagern uns wieder einmal Frauen, die irgendwelches Zeug verkaufen wollen, in diesem Fall sind es Strohhüte, die sie uns beim Aussteigen direkt auf den Kopf setzen wollen. Das nervt hier. Zumal diese Damen dann auch sehr hartnäckig und aufdringlich sein können. Wenn man dann wirklich nichts kauft, wird man auf vietnamesisch beschimpft. Zunächst schauen wir uns irgendeinen Tempel von irgendeinem Kaiser an, der ziemlich überlaufen ist und uns sowieso nichts sagt. Wir latschen ein bisschen in der Gegend rum, und beschließen dann, den zweiten Tempel auszulassen und direkt auf die Räder umzusteigen. Diese sind in einem eindeutig schlechteren Zustand als bei unserer letzten Radtour, dafür ist die Tour um einiges schöner.  Wir sind hier in der trockenen Halongbucht und die Kulisse mit den Kalksteinfelsen ist schon sehr schön. Leider kratzen wir die nur am Rande an, da die Fahrradtour nicht mittendurch geht und insgesamt auch nur eine Stunde. Mittags speisen wir in einem ziemlich großen touristischen Restaurant. Danach steigen wir jeweils zu zweit in ein Ruderboot, und werden über ein Flüsschen am Rande der Bucht gerudert. Da außer uns noch gefühlte tausend andere Touristen hier unterwegs sind, trübt das natürlich das Bild. Bevor wir anlegen haut uns unser Ruderer auch schon ganz dreist auf Trinkgeld an, davor hatte uns Thang bereits gewarnt. Wir geben ihm das Trinkgeld erst, als wir aussteigen und seinem Blick nach zu urteilen war es nicht genug. Auch davor hatte Thang uns bereits gewarnt. 
Das Hotel in Ninh Binh ist gut aber sehr steril. Hier habe ich endlich ein bisschen Zeit meine Tasche ordentlich neu zu packen. Dann gehe ich kurz mit Gitti und Andre einmal um den Block, wir kaufen etwas Früchte und hocken dann mit ein paar Leuten auf einem Zimmer und quatschen. 
Heute ist wieder frühes Schlafen angesagt, da wir morgen recht früh zur Halongbucht fahren.



Nachtzug nach Hanoi

25. Dezember  2017
Diese Übernachtung im Nachtzug ist total entspannt. Wir haben wieder unser Single-Mädels-Abteil und richten uns erstmal schön ein und trinken unser Schlummerbier. Ich schlafe hervorragend, wache einmal kurz auf und schlafe dann durch. Gerade als ich träume, dass mich niemand geweckt hat und ich im Zug zurückbleibe, werden wir um kurz nach 5.00 Uhr geweckt. Der Zug kommt um 5.30 Uhr in Hanoi an und um 6.00 Uhr sind wir im Hotel vom Anfang. Die Straßen wirken um diese Uhrzeit fast wie ausgestorben, aber vor einigen Häusern sitzen schon Menschen und bereiten ihr heutiges Tagesgeschäft vor, eine Frau zum Beispiel hackt Fleisch klein, woanders wird ein kleines offenes Feuer entfacht, wo später drüber gekocht wird. Im Hotel bekommen wir ein Frühstück und können die Tasche nochmal umpacken. In meiner Tasche herrscht inzwischen völliges Chaos und ich freue mich schon, dass wir heute Abend in einem Hotel sind, damit ich einmal alles ordnen kann. 
Um 8.30 Uhr starten wir dann wieder mit dem Bus Richtung Ninh Binh.
Die Sonne scheint... 😊




Sapa - Wanderung und Rückfahrt

24. Dezember 2017
Die Nacht in unseren Bettenlager war gar nicht so schlimm. Gestern haben wir noch sehr lecker gegessen und ein Bierchen getrunken um besser schlafen zu können. Um 21 Uhr liegen wir alle auf unseren Matratzen und es ist zum Glück bei weitem nicht so kalt wie befürchtet. Dank meiner Oropax bekomme ich von dem Schnarchkonzert, was kurz danach laut Erzählungen der anderen einsetzt, kaum etwas mit. Als ich heute morgen aufwache, geht es mir wieder hervorragend. 
Heute morgen ist es sehr windig und kalt. Wir frühstücken um 8.00 Uhr ganz in Ruhe und starten dann um 9.30 Uhr mit unserer heutigen Wanderung. Der Weg geht direkt ziemlich steil bergan und die erste Jackenschicht landet schon direkt im Rucksack. Nach kurzer Zeit kommt schon die Sonne durch und es ist herrlich warm. Wir haben echt Glück, denn bis vor ein paar Tagen hat es hier wohl geregnet. Der Weg ist ziemlich anspruchsvoll, es geht überwiegend über Lehmstufen hoch und runter und sind zum Glück so beschaffen, dass hier definitiv kein Moped vorbei kommt. Die Ausblicke sind super schön. Wir laufen zwischendurch durch einen Bambuswald, wo es angeblich Bären gibt, die sich aber wohl von diesen Pfaden fern halten. Wir kommen zu einem Wasserfall und laufen von dort aus zu einem Dorf, wo wir eine Runde drehen und dann zum Essen gehen. Wieder einmal ist das Essen sehr lecker! Zahlen müssen wir wieder nur die Getränke. Die sind hier, wie eigentlich alles, super günstig. Eine Cola ca. 80 Cent, ein Bier max 1€. Für eine Stange Zigaretten habe ich in Hanoi umgerechnet 9 € bezahlt. Wie überall hier oben kommen wieder Frauen und kleine Mädchen zu uns und belagern uns bereits beim Essen, weil sie bunte Bändchen und Taschen verkaufen wollen. Ich erstehe ein Bändchen für etwa 20 Cent. 
Um 15 Uhr fahren wir mit dem Bus zurück nach Sapa, wo wir eine Stunde Aufenthalt haben. Ich frage an der Rezeption, ob es eine Möglichkeit zu duschen gibt. Gibt es! Und so nutzen Gitti und ich die zwei Duschen und die Zeit um uns den Dreck der letzten Tage abzuwaschen. Herrlich! 
Um 15.30 Uhr fahren wir dann mit dem Bus nach Lao Cai, wo später der Nachtzug zurück nach Hanoi fährt. Hier fahren wir noch kurz zur chinesischen Grenze und wir können einen Blick auf China werfen. Danach werden wir an einem Restaurant abgeladen, wo wir die nächsten 3 Stunden verbringen...