Halong - Saigon

3. Januar 2018
Eines muss man dem Planer dieser Reise lassen: wenn schon schlecht, dann richtig und konsequent!
Wir starten um halb 9, verabschieden uns von unserer netten Gastfamilie und fahren mit einem Boot zu den schwimmenden Märkten. Thang hatte uns gestern schon vorgewarnt, dass sie nicht mehr so sind wie früher. Und tatsächlich hat dies nichts mit dem zu tun, was ich in diversen Reportagen gesehen habe. Keine kleinen Boote, die überall auf dem Fluss diverse Waren anbieten. Stattdessen fahren ein paar große Boote herum, die entweder Reis, Melonen oder andere Sachen verkaufen. Kaufen müsste man dort aber gleich mindestens 100 Kilo oder so. Wir fahren einmal hin und zurück und steigen dann an einem Bootsanleger um in den Bus. Nach etwa 1 Stunde halten wir an der von Thang angekündigten "Schlangenfarm". Wir hatten das so verstanden, dass diese zu dem Tempel gehört, der auch noch auf dem Programm steht. Statt dessen ist das zwar eine Schlangenfarm, wo auch Medikamente aus Schlangengift hergestellt werden, darüber hinaus aber auch eine Art Zoo. Es ist ganz ganz schlimm! Hier werden Affen auf Bäumen präsentiert, die an einem Halsband mit kurzer Kette festgebunden sind, Krokodile in winzigen Gehegen und versifften Minibecken. In einem Raum sind zig winzige Käfige, in denen Boas zusammengerollt vor sich hinvegetieren. Es gibt laut der einführenden Fernsehvorführung noch jede Menge andere Tiere, aber mir reicht es hier bereits und ich gehe schon mal zum Ausgang, ein paar andere ebenfalls. Leider bin ich vorher schon in die Touri-Falle getappt und lasse mir eine Boa um den Hals hängen. Ich kann einfach nicht widerstehen 😕. Irgenwann kommen die anderen zum Glück auch zum Bus, heute ist es sehr warm und vor allem sehr stickig. Wir fahren weiter zum Vinh Thang Tempel, der tatsächlich recht hübsch ist, vor allem die drei Buddha-Statuen. Danach geht's zum Mittagessen. Wir werden an einer Art Raststätte raus gelassen, wo wir das schlechteste und teuerste Essen der ganzen Reise bekommen. Gruselig!