10. Januar 2018
Heute geht es nach Hause. Um halb 8 holte der Bus einen Teil von uns ab. Gitta, Birgit und Ansre haben spätere Flüge, so dass wir uns schon mal verabschieden müssen. Die Fahrt zum Flughafen geht recht schnell und unser Schalter hat noch gar nicht auf. Aber da wir eine lustige Runde sind, geht die Zeit total schnell rum. Ebenso bis zum Boarding. Der Flieger nach Taipeh startet pünktlich um 11.15 Uhr. Der Flug dauert 3 Stunden. In Taipeh kann ich mich schon mal an die Temperaturen zu Hause gewöhnen. Zum Glück hat Stefan mir gestern noch gesagt dass es hier nur 13 Grad sein werden, sonst wäre ich in meinen Sommersachen hier ausgestiegen. Da wir insgesamt 8 Stunden Aufenthalt in Taipeh haben, wollen wir in die City fahren und uns den Taipeh 101 https://de.m.wikipedia.org/wiki/Taipei_101 anschauen. Stefan und ich hatten uns im Vorfeld schon etwas schlau gemacht und so klappt alles reibungslos und nachdem wir die Einreiseformalitäten erledigt haben, sitzen wir nach kurzer Zeit auch schon im Bus in die City. Die Stadt ist nett. Modern, sauber, geordnet. Keine TukTuks, keine 100.000 Mopeds, kein Gehupe. An der Endstation (City Hall) steigen wir aus und suchen das ATT4fun-Gebäude, wo es nach meinen Recherchen (@Elke: 😄😁) eine Cocktailbar mit Blick auf den Taipeh 101 geben soll. Gibt es auch - macht aber erst um 22 Uhr auf. Aber egal. Der Blick vom 10 Stock, den wir trotzdem haben ist schön und reicht uns. Wir schlendern also wieder zurück und nehmen früher als geplant den Bus zurück zum Flughafen. Es bleiben immer noch mehr als 3 Stunden, aber due Wartezeit geht einigermaßen rum. Schlimm werden die nächsten Stnden - über 13 Stunden Flug! 😔
Sightseeing und Shoppen in Phnom Penh
9. Januar 2018
Heute morgen steht Sightseeing auf dem Programm. Wir besichtigen den Königspalast und eine Stupa auf einem künstlichen Berg. Ich latsche mit, obwohl ich nur mäßig interessiert bin. Es ist mega heiß und drückend und seit gestern hat mich die Seuche, die die ganzen drei Wochen quer durch die Gruppe gegangen ist, wieder erwischt. Trotzdem freue ich mich auf den freien Nachmittag, denn wir wollen nochmal auf den hiesigen Markt um letzte Einkäufe zu erledigen. Mittags ziehen Birgit, Gitta und ich los, erst über eine Straße wo es allerlei Künstlerkram gibt, dann essen wir in einem kleinen Lokal sehr lecker für kleines Geld und lassen uns dann mit dem TukTuk zum Main Market bringen. Dort bummeln wir eine Weile rum und ich bekomme alles was ich noch besorgen wollte.
Danach sind wir alle ziemlich fertig und wir laufen zurück zum Hotel. Es bleibt noch genügend Zeit für eine ausgiebige Dusche und um den Koffer schon mal für morgen zu packen. Heute Abend wollen wir nochmal mit allen zusamme Essen gehen und morgen steht dann der Rückflugmarathon an....
Heute morgen steht Sightseeing auf dem Programm. Wir besichtigen den Königspalast und eine Stupa auf einem künstlichen Berg. Ich latsche mit, obwohl ich nur mäßig interessiert bin. Es ist mega heiß und drückend und seit gestern hat mich die Seuche, die die ganzen drei Wochen quer durch die Gruppe gegangen ist, wieder erwischt. Trotzdem freue ich mich auf den freien Nachmittag, denn wir wollen nochmal auf den hiesigen Markt um letzte Einkäufe zu erledigen. Mittags ziehen Birgit, Gitta und ich los, erst über eine Straße wo es allerlei Künstlerkram gibt, dann essen wir in einem kleinen Lokal sehr lecker für kleines Geld und lassen uns dann mit dem TukTuk zum Main Market bringen. Dort bummeln wir eine Weile rum und ich bekomme alles was ich noch besorgen wollte.
Danach sind wir alle ziemlich fertig und wir laufen zurück zum Hotel. Es bleibt noch genügend Zeit für eine ausgiebige Dusche und um den Koffer schon mal für morgen zu packen. Heute Abend wollen wir nochmal mit allen zusamme Essen gehen und morgen steht dann der Rückflugmarathon an....
Angkor und Fahrt nach Phnom Penh
8. Januar 2018
Gestern waren wir nochmal in der Stadt auf dem Nachtmarkt und haben dort eine noch was gegessen. Lecker Pizza 😊.
Heute morgen starten wir dann nochmal mit einer Radtour nach Angkor. Hier trennt sich heute die Streu vom Weizen, denn 7 von uns fahren lieber mit dem Bus hin und so sind wir eine kleine Fünfergruppe. Ie Tour ist zwar ähnlich wie gestern, Ber es ist trotzdem total schön und entspannend, hier einzufahren. Zumal der Verkehr bei weitem nicht so extrem ist wie in Vietnam und die anderen Verkehrsteilnehmer Ich ausgesprochen rücksichtsvoll sind. Am Eingang zu Angkor wartet der Bus auf uns, da es ein Problem gibt. Gerhard hat dummerweise gestern sein Ticket entsorgt, was eigentlich für drei Tage galt. Die an dem Kontrollhäuschen sind sehr stur und so muss die Busliga nochmal zur Ticketausgabe fahren. Umso froher sind wir, dass wir mit den Rädern unterwegs sind. Wir schauen uns wieder zwei Tempel an und besonders der zweite "Tempel der Schönheit" ist sehr sehr hübsch. Leider müssen wir zwischendurch in den Bus umsteigen, weil Kong heute nicht fit ist. Heute ist es wieder brütend heiß und in den Tempelanlage nach einer Weile nur schwer auszuhalten.
Nach dem Mittagessen fahren wir um 13.45 Uhr dann Richtung Phnom Peng, angesetzte Fahrtzeit 6 Stunden. Ein paar Stopps machen wir unterwegs und vor allem der in Skun ist besonders. Hier gibt es allerlei frittiertes Viechzeug: Vogelspinnen, Grillen, Riesenkakeelaken... Kong knabbert genüsslich eine Vogelspinne, aber ich kann mich dann doch nicht überwinden, zu probieren. Ein Mädchen hat eine lebendige Vogelspinne und ich will sie mir gerade auf die Hand setzen lassen als auf meint, dass sie 1 Dollar dafür haben möchte. Das ist einfach unverschämt, ebenso wie alle hier sehr frech sind. Also lasse ich es. Aber ich hätte gern mal gewusst wie sie sich anfühlt und so im Dämmerlicht kam sie mir gar nicht so furchterregend vor. Wir haben dann noch etwa 1 Stunde Fahrtzeit vor uns. Vor der Stadt informiert uns allerdings jemand vom Hotel, dass wir besser einen Umweg fahren sollen, da der Verkehr im Zentrum so dicht ist, dass wir allein hier 2 Stunden extra brauchen. Der andere Weg ist wohl besser. Aks wuf in die fahren, muss ich feststellen, dass es hier sdhr schmuddelig ist und ich mir nach der Beschreibung im Reiseführer einen etwas moderneren Stadtteil vorgestellt habe, wo unser Hotel liegt. Aber die kleinen belebten Straßen mit netten Restaurants haben auf den ersten Blick durchaus ihren Charme.
Um 20 Uhr checken wir ein. Das letzte Hotel dieser Reise. Das Zimmer ist ok, aber recht laut, da dahinter irgendeine kitschige Musik aus einem großen Lokal dudelt. Birgit und ich versorgen uns noch schnell im Supermarkt, dann verschwinden wir auf die Zimmer. Ich packe noch etwas hin und her und so ist dann schon wieder ein Tag rum.
Tempelanlagen in Angkor
7. Januar 2018
Um 7.00 Uhr bin ich beim Frühstück, schön im Freien, ein seichter Wind weht, aber es ist jetzt schon warm. Um 8.00 Uhr starten wir mit unserer Fahrradtour. Von der Stadt aus fahren wir nach Angkor Wat, das Tempo ist zügig, der Fahrtwind angenehm und später biegen wir auf kleine Schleichwehe ab. Genauso habe ich es mir vorgestellt aber nicht mehr zu hoffen gewagt. Wir schauen uns im Laufe des Tages diverse Tempel und viele alte Steine an und trotz der hier und da in Scharen lärmenden Japanern ist es es wirklich schön und faszinierend. Kong erzählt einiges, aber wir haben auch genug Zeit für eigene Streifzüge. Mittags essen wir an einem der vielen Lokale und das Essen ist sehr lecker (@Carmen: 😉).
Irgenwann sind wir aber durch, sowohl mit dem Programm als auch so. Es ist sehr warm! Um halb 5 sind wir zurück am Hotel und haben den Rest des Tages frei. Chillen am Pool ist erstmal angesagt und dann geht es nochmal ins Städtchen...
Um 7.00 Uhr bin ich beim Frühstück, schön im Freien, ein seichter Wind weht, aber es ist jetzt schon warm. Um 8.00 Uhr starten wir mit unserer Fahrradtour. Von der Stadt aus fahren wir nach Angkor Wat, das Tempo ist zügig, der Fahrtwind angenehm und später biegen wir auf kleine Schleichwehe ab. Genauso habe ich es mir vorgestellt aber nicht mehr zu hoffen gewagt. Wir schauen uns im Laufe des Tages diverse Tempel und viele alte Steine an und trotz der hier und da in Scharen lärmenden Japanern ist es es wirklich schön und faszinierend. Kong erzählt einiges, aber wir haben auch genug Zeit für eigene Streifzüge. Mittags essen wir an einem der vielen Lokale und das Essen ist sehr lecker (@Carmen: 😉).
Irgenwann sind wir aber durch, sowohl mit dem Programm als auch so. Es ist sehr warm! Um halb 5 sind wir zurück am Hotel und haben den Rest des Tages frei. Chillen am Pool ist erstmal angesagt und dann geht es nochmal ins Städtchen...
Nach Angkor
6. Januar 2018
Die Nacht war angenehm, aber um 6.15 Uhr bin ich wach und mache mich in Ruhe fertig. Das Frühstück ist wie immer, jede Menge Zeug was wir morgens nicht runterkriegen, so dass es wieder auf Toast, Eieromelett und Obst hinausläuft. Um 8.00 Uhr fahren wir mit dem Bus zum Markt von Battabang. Dieser ist im Grunde auch wie die Märkte in Vietnam, nur irgendwie ekliger. Es stinkt mehr und auf dem draußen in der Sonne liegenden Fleisch und Fisch tummeln sich die Fliegen. Trotzdem wieder faszinierend, weil so völlig anders als bei uns. Ich erstehe ein paar Flip Flops, weil ich meine verbummelt habe und selbst meine Wandersandalen für die Hitze hier zu warm sind.
Danach fahren wir zu einem an einem Kreisverkehr stehenden Buddha, der für den Ort eine besondere Bedeutung hat. Dort rette ich zwei Spatzen aus einem winzigen Käfig, worin etwa 50 Vögel rumflattern. Für umgerechnet 1,50 € darf ich zwei davon fliegen lassen. Das bringt angeblich Glück und mir vor allem ein gutes Gefühl. Allerdings würde ich am liebsten die anderen auch noch frei lassen... 😔
Danach fahren wir Richtung Angkor. Kurz nach der Stadt machen wir einen kurzen Stopp an einem Stand wo es eine hiesige Delikatessen gibt: gegrillte Ratte. Von uns mag aber keiner probieren, wir sind noch satt vom Frühstück 😂.
Gegen 13 Uhr sind wir in Siem Reap und gehen dort erstmal Mittagessen. Ein bisschen teurer hier, aber immer noch günstig. Danach fahren wir nach Angkor Wat, der größten Tempelanlage hier. Kong führt uns herum und erklärt einiges, es ist sehr interessant. Natürlich sind wir nicht alleine, hunderte andere Touristen sind ebenfalls hier, aber es verläuft sich ganz gut. Wir haben noch ein bisschen Zeit für eigene Erkundungen und danach fahren wir zu einem Tempelberg von dem aus wir den Sonnenuntergang sehen sollen. Da aber auf der Terasse nur 300 Leute Platz haben und gefühlt ungefähr 10 mal so viele Menschen unterwegs sind, laufen wir nur ein Stück hoch und drehen dann um. Um halb 7 sind wir dann an unserem heutigen Hotel. Total schöne neue Anlage mit Pool und schönen großen Zimmern mit Balkon zum Pool. Wir duschen erstmal ausgiebig und um 20 Uhr fahre ich mit Birgit, Gitta und Andre mit dem TukTuk ins Zentrum. Dort ist Highlife. Eine Fressmeile, zig Geschäfte und die Straßen sind voller Leute. Das schöne ist, dass es hier eine reine Fußgängerzone gibt und man entspannt herumlaufen kann. Wir essen in einem Restaurant mit schlechter Bedienung einen Burger und drehen dann noch eine Runde über einen kleinen Markt mit Handarbeitsachen, Klamotten und Schnickschnack und ich finde noch ein Mitbringsel. Um 22 Uhr sind wir dann durch uns lassen uns mit einem TukTuk zum Hotel bringen.
Fahrt nach Battabang
5. Januar 2018
Die Fahrt heute dauert ewig. Wir sind den ganzen Tag mit dem Bus unterwegs. Mittags machen wir einmal Halt an einer sehr schönen Stupa. Anschließend bekommen wir im Bus wieder eine Dose schön kaltes Bier, was bei den heftigen Ausentemperaturen schön erfrischend ist. Kong nimmt selbst einen kräftigen Schluck und bevor er uns noch etwas über Land und Leute erzählt, rülpst er erstmal ordentlich ins Mikro. Wir schauen uns erst an, ob wir richtig gehört haben und Gekicher macht sich breit. Kong aber bleibt völlig ungerührt, das scheint hier offenbar ganz normal zu sein 😆.
Nach einer Stunde machen wir dann nochmal zum Mitgegessen halt. Im Durchschnitt zahlen wir 2 Dollar für ein Essen. Ansonsten passiert heute nichts. Aber immerhin fahren Wir durch sehr schöne Landschaften mit Reisfeldern und Palmen. Aber auch durch ärmliche Dörfer und überall sehen Wir die einfachen und schäbigen Behausungen. Vieles hier erinnert mich an Myanmar. Wir sind erst um 19 Uhr in Battabang und alles ziemlich zermürbt von der langen Busfahrt. Mir ist es ziemlich egal, wie das Hotel ist, Hauptsache ich komme unter eine Dusche. Wobei ich selbst dazu eigentlich keine Lust mehr habe....
Prasat
5. Januar 2018
Die Nacht war ganz ok. Außer dass überall an Flussufer zig Hunde bellen, ist es ruhig und ich schlafe relativ schnell ein. Nachts muss ich einmal aufs Klo, wo ich Sabine treffe, die aus der einen Toilette geflüchtet ist, weil dort ein großer gelbgrüner Frosch auf der Brille hockt.
Die Nacht war ganz ok. Außer dass überall an Flussufer zig Hunde bellen, ist es ruhig und ich schlafe relativ schnell ein. Nachts muss ich einmal aufs Klo, wo ich Sabine treffe, die aus der einen Toilette geflüchtet ist, weil dort ein großer gelbgrüner Frosch auf der Brille hockt.
Um 7 Uhr gibt es ein sehr einfaches Frühstück mit Toast, Eieromelett und Kaffee (leider süß). Um halb 8 werden die Koffer in den Bus geladen und wir laufen ein Stück vorbei an den Häusern der Einheimischen, die allesamt auf Stelzen gebaut sind und sehr ärmlich sind. Alle haben sie aber ein paar Rinder mit Kälbern am Haus stehen. Die Viecher sehen total abgemagert aus, aber vermutlich handelt es sich nur um eine spezielle Rasse, die einfach nur so aussehen. Dann kommen wir zu einer Schule, der World Insight ein Schulgebäude gespendet hat. Ganz viele Kinder aller möglichen Größen kommen auf uns zu gerannt und rufen Hello und freuen sich. Herzallerliebst! Dann schauen wir ein wenig beim Unterricht zu und es ist süß zu beobachten, wie alle beeindrucken wollen und sich darum reißen, an due Tafel zu dürfen. Wir lassen eine kleine Spende da und setzen unsere Tour weiter fort.
Auf nach Kambodscha!
4. Januar 2018
Heute können wir uns endlich endgültig von Saigon verabschieden. Wir sind alle froh, aus dem Lärm und Smog herauszukommen. Vier von uns haben die Verlängerung nicht gebucht und so heißt es nach dem Frühstück Abschied nehmen.
Die Fahrt dauert etwa 3 Stunden und um 11.30 Uhr sind wir an der Grenze. Es ist unglaublich warm und extrem drückend. Thang regelt für uns noch die Ausreise aus Vietnam, dann verabschieden wir uns auch von ihm und laufen mit unseren Rollkoffern Richtung Kambodscha. An einer kleinen Grenzhütte empfängt uns unser kambodschanischer Reiseleiter (Kong). Erst müssen wir unser Visa beantragen. Das geht schneller (oder vielleicht funktioniert es auch nur so) weil wir jeder 2 Dollar extra in den Pass legen. Dann müssen wir noch das Einreiseformular ausfüllen, unsere Fingerabdrücke abgeben, und "schon" sind wir in Kambodscha. Wir merken schnell, dass der "Luxus" der letzten 2 Wochen vorbei ist. Wir sind ja durchgehend mit großen Reisebussen mit 42-Sitzen, vollklimatisiert und oft mit WiFi an Bord gefahren. Jetzt erwartet uns ein in die Jahre gekommener kleinerer Bus, wo erst die Koffer nach hinten verfrachtet werden bevor wir einsteigen können. Wir warten so lange im Schatten, die Hitze haut einen echt um. Nebenan ist ein kleiner Markt oder so und es liegen Unmengen an Müll überall herum. Es stinkt bestialisch. Wir sind froh als wir in den Bus steigen können. Nach etwa einer Stunde Fahrt essen wir eine Kleinigkeit. Das Essen hier ist erstaunlich teuer - im Vergleich zu den meisten Lokalen in Vietnam.
Um 15 Uhr geht es weiter und eine Stunde später sind wir an einem Bootsanleger ab einem Seitenarm vom Mekong. Man sieht auf der ganzen Fahrt schon deutlich dass sie Armut hier höher ist als in Vietnam, aber der Fluss ist hier viel sauberer. Wir tuckern in einem offenen Boot den Fluss entlang. Es ist herrlich. Und hier auf dem Wasser auch nicht mehr so heiß. Es ist unglaublich entspannend, keine Motorradgeräusche, nur das Tuckern des Motors unseres Bootes. Irgendwann sehen wir an Flussufer einige Sonne liegen aus Holz stehen. Die totale Idylle. Und tatsächlich! Das ist unsere Unterkunft für diese Nacht. Wir sind heute in einer Eco-Lodge untergebracht, in offenen ( sdhr offenen Hütten) mit Gemeinschaftstoiletten und erstmal ohne Strom. Der sollte eigentlich irgendwann angehen, aber es tut sich nichts. Die Mücken kommen auch schnell zu ihrer Mahlzeit und mich beißen direkt ein paar fiese Ameisen. Da der Strom auch is 19 Uhr nicht mehr anspringt, essen wir im Dunkeln, bzw mithilfe unserer Stirnlampen. Es gibt "Barbecue", was bedeutet, dass wir uns das bereitliegende Schweinefleisch mit Gemüse auf den Gastischgrills selbst braten. Wenn man sieht, wie das Fleisch hier überall ungekühlt an Straßenständen angeboten wird, überlegt man schon, ob man das jetzt tatsächlich essen sollte. Aber wir langen alle ordentlich zu und es ist lecker. Um 20.30 Uhr verschwinden die ersten in ihren Hütten, es ist inzwischen stockdunkel. Ich sitze noch ein Weilchen mit Birgit und Tatjana in den Liegestühlen und wir genießen die wunderbare Stimmung. Um 21.30 Uhr schlüpfe ich unter mein Moskitonetz und hoffe, dass ich diese Nacht durchschlafen kann...
Halong - Saigon
3. Januar 2018
Eines muss man dem Planer dieser Reise lassen: wenn schon schlecht, dann richtig und konsequent!
Wir starten um halb 9, verabschieden uns von unserer netten Gastfamilie und fahren mit einem Boot zu den schwimmenden Märkten. Thang hatte uns gestern schon vorgewarnt, dass sie nicht mehr so sind wie früher. Und tatsächlich hat dies nichts mit dem zu tun, was ich in diversen Reportagen gesehen habe. Keine kleinen Boote, die überall auf dem Fluss diverse Waren anbieten. Stattdessen fahren ein paar große Boote herum, die entweder Reis, Melonen oder andere Sachen verkaufen. Kaufen müsste man dort aber gleich mindestens 100 Kilo oder so. Wir fahren einmal hin und zurück und steigen dann an einem Bootsanleger um in den Bus. Nach etwa 1 Stunde halten wir an der von Thang angekündigten "Schlangenfarm". Wir hatten das so verstanden, dass diese zu dem Tempel gehört, der auch noch auf dem Programm steht. Statt dessen ist das zwar eine Schlangenfarm, wo auch Medikamente aus Schlangengift hergestellt werden, darüber hinaus aber auch eine Art Zoo. Es ist ganz ganz schlimm! Hier werden Affen auf Bäumen präsentiert, die an einem Halsband mit kurzer Kette festgebunden sind, Krokodile in winzigen Gehegen und versifften Minibecken. In einem Raum sind zig winzige Käfige, in denen Boas zusammengerollt vor sich hinvegetieren. Es gibt laut der einführenden Fernsehvorführung noch jede Menge andere Tiere, aber mir reicht es hier bereits und ich gehe schon mal zum Ausgang, ein paar andere ebenfalls. Leider bin ich vorher schon in die Touri-Falle getappt und lasse mir eine Boa um den Hals hängen. Ich kann einfach nicht widerstehen 😕. Irgenwann kommen die anderen zum Glück auch zum Bus, heute ist es sehr warm und vor allem sehr stickig. Wir fahren weiter zum Vinh Thang Tempel, der tatsächlich recht hübsch ist, vor allem die drei Buddha-Statuen. Danach geht's zum Mittagessen. Wir werden an einer Art Raststätte raus gelassen, wo wir das schlechteste und teuerste Essen der ganzen Reise bekommen. Gruselig!
Mekong Delta
2. Januar 2018
Heute früh fahren wir zum Mekong Delta. Insgesamt dauert due Fahrt 4 Stunden und um halb 1 sind wir am Ziel. Zuerst besuchen wir nochmal einen Markt auf dem es Obst, Gemüse, Fische und lebende Tiere gibt. Hier ist es zum Glück nicht so furchtbar voll wie auf anderen Märkten und alle lassen sich bereitwillig fotografieren. Danach steigen wir in ein offenes Boot und tuckern über den Making. Auf der anderen Seite bekommen wir in einem urigen Restaurant ein großartiges Mittagessen. Es gibt Elefantenohrfisch, Gambas und eine sehr leckere Suppe. Es ist wunderbar warm und das kalte Bier schmeckt um so besser. Es ist total entspannt und ich glaube, es wird ein schöner Tag....
Doch dann beginnt wieder das Touri-Programm! Zuerst bekommen wir eine Vorführung von einheimischen Gesang. Anschließend tuckern wir wieder auf die andere Flussseite. Das Mekong Delta soll sooo schön sein! Und wir schauen uns eine staubige stickige Ziegelfabrik an! Dann werden wir wieder auf die andere Seite geschippert, auf der anderen Seite wird unsere Herde durch eine Candy- und Schnapsherstellung getrieben. Natürlich mit anschließender Verkaufsveranstaltung. Zwischendurch komme ich mir wieder mal wie auf einer Kaffeefahrt vor. Nichts ist mit schöner Natur! Diese Reise ist und bleibt ein Reinfall! Und dabei bin ich mir sicher, dass es in Vietnam viele schöne Ecken gibt 😭. Irgendwann steigen wir in kleinere Bötchen um um werden einen kleinen Flußarm lang gerudert. Es ist absolut furchtbar, wie viel Müll hier um Wasser schwimmt! Und die ganze Zeit fahren wir parallel zu einer Straße! Nix mit Mekong-Delta-Idylle! Inzwischen haben wir uns einen ironischen Humor dazu zugelegt, denn es ist ja nicht mehr zu ändern. Um halb 5 sind wir an unserem Homestay, was ganz nett ist. Wir haben eine Viertelstunde Zeit um unsere Zimmer zu beziehen ( ich bin mit Gitta und Birgit in einem), dann beginnt unsere stumpfsinnige Fahrradtour. Einmal alle wie an der Schnur hintereinander einmal um den Block, vorbei an den Häusern der Einheimischen. Diese begrüßen uns alle mit großem "Hello" und ich habe ein bisschen den Eindruck, die machen sich alle lustig über uns. Kein Wunder.
Saigon und Cu Chi
01. Januar 2018
Die Nacht ist relativ kurz, da das Programm trotz Neujahr natürlich weitergeht. Nach dem Frühstück fahren wir um 8.30 Uhr zunächst mit dem Bus zum Hauptpostamt und schauen uns die Notre Dame Kathedrale von außen an ( die wird gerade renoviert). Danach besuchen wird das Kriegsopfermuseum, wo jeder für sich rumläuft. Oder auch nicht. Die ausgestellten Bilder aus dem Vietnamkrieg sind schon sehr verstörend und viele kann ich mir gar nicht ansehen, so furchtbar sind die!
Danach fahren wir dann zu den Tunnelanlagen von Cu Chi. Das ist einerseits sehr interessant, andererseits finden wir auch, dass der ganze Krieg und was damit zusammen hängt, hier doch ziemlich verherrlicht wird. Man kann sogar an einer Station mit echter Munition schießen. Ich finde das krank, aber Markus aus unserer Gruppe schießt auch! Nun gut. Wir werden oberhalb der Tunnel entlanggeführt und zwischendurch wird uns ein Einstieg oder die Fallen für die Amis gezeigt. Wie gesagt, interessant, aber...
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